Das Jahreskreisfest Samhain – Allerheiligen


Samhain – Ahnenzeit ist auch Wurzelzeit – meine Ahnen – meine Wurzeln.

Zu Samhain – so sagt man – ist der Schleier zwischen dieser Welt und der Anderswelt besonders dünn. Für indigene Kulturen sind die Ahnen von großer Bedeutung auch unsere keltischen Vorfahren lebten den Ahnenkult ebenfalls. Unsere religiöse Tradition hat die Arbeit mit den Ahnen nicht unterstützt.

Die Arbeit mit den Ahnen ist in der Bewusstseinsentwicklung und der Arbeit an sich selber ein wichtiger Punkt. Kraftvolle Energien, Talente und Fähigkeiten können durch die Ahnen zu uns einfließen, aber auch unverarbeitete Dinge aus der Ahnenlinie können von uns gelöst werden. Samhain ist das Fest der Verstorbene, an dem wir uns unserer Ahnen und unserer Wurzeln besinnen sollten.

Im Jahreskreislauf ist die warme Jahreszeit nun endgültig vorbei, kahl und durchlässig geht die Natur in den Winterschlaf. Die Kraft der Natur- und als ein Teil der Natur somit auch unsere Kraft, zieht sich in ihren innersten Punkt zurück, in die nährende und heilende Dunkelheit, die leider auch in unserer Tradition eher mit Angst und Schrecken besetzt ist. Nicht nur der Tod wird tabuisiert, alle Schattenthemen, Ängste und negative Gefühle werden in einer Glitzer-Klemmer-Welt unterdrückt. Ja nicht zu tief graben, es könnte unangenehm werden. Aber alles was verdrängt und verschüttet wurde, gelangt durch die derzeit sehr hohe Energie und in die Neue Zeit in die wir gehen, sowieso an die Oberfläche, um erkannt und gefühlt zu werden, damit es in Heilung gehen kann. Das verdrängen von unseren Schattenthemen und schmerzhaften Verletzungen kostet uns viel mehr Kraft, als das bewusste Annehmen und fühlen, damit es in Heilung gehen kann.

Samhain ist die Phase des Jahres, deren Kraft am Meisten unterschätzt wird, in der Tiefe liegt viel Stärke. Die SamhainZeit ist keine männliche Kraft, keine Aktivität wie zu Frühlingsbeginn wo alles nach Außen drängt, es ist die weibliche Kraft, der transformierende Schoss der Erdengöttin im Herbst der uns zur Innenschau kommen lässt, den aus dem Rückzug heraus wird das Neue geboren.

Die gesamte Natur legt sich in diesen Tagen zur Ruhe, sie folgt den Zyklen der Zeit und dem Rad des Jahres. Im November sind Rückzug, Stille, Einkehr und Innenschau die vorherrschenden Themen.

Mit Frau Percht oder Frau Holle wie Mutter Erde bei uns auch noch genannt wurde, zieht sich die Kraft des Lebens auf der Erde zurück, damit sie über den Winter tief drinnen im Erdgeschoss regenerieren kann.

Im keltischen Jahreskreis stirbt zu Samhain der Sonnengott, der Hirschgott auch Cernunos genannt, der später zu Yule, der Wintersonnenwende als Sohn des Lichts durch die Große Göttin wiedergeborene wird. Auch der große Kessel der nordischen Göttin Hel (Frau Holle) oder der keltischen Göttin Cerridwen symbolisieren die Zeit von Samhain. Der Kessel (Schoss) ist der Ursprung von allem. Dort fliesst alles heraus und dorthin kehrt alles zurück.

Das Symbol zu Samhain ist der Kessel der Göttin

Der Kessel ist auch ein uraltes Symbol, er begleitet uns Menschen seit der Steinzeit. Seit jeher wurde er dem mütterlichen Schoß gleichgestellt, welcher das neue Leben hervorbringt und auch gebiert.

Pflanzen dieser Zeit sind Eibe, Wacholder und Engelwurz

Jahreskreisfeste bringen dich ins Hier und Jetzt. Durch die große Reizüberflutung im Außen haben viele Menschen das Gefühl, die Zeit rase an ihnen vorbei, war doch gerade noch Sommer und schon sieht man in den Schaufenstern die Weihnachtsdekoration. Sich auf die aktuelle Zeitqualität einzulassen hilft dir im Hier und Jetzt zu leben und nicht ständig im Gestern oder Morgen zu sein.

Samhain